Lesestoff für Nordlicht-Freunde

Wie viele unserer Leser, sind natürlich auch wir von Nordwelten Opfer des Nordfiebers. Sind wir in Deutschland, so plagt uns jedes Mal das „Heimweh“ nach Nordschweden. Oft helfen dann nur noch Fotos oder Filme.

Nun haben wir jedoch eine weitere, tolle Möglichkeit entdeckt, gedanklich in den hohen Norden zu reisen – in gewissem Sinne virtuell im Cafe Gasskass oder Viddernas in Jokkmokk zu sitzen und Touristen und Einheimische zu beobachten, oder durch das Fjäll zu wandern und Rentiere zu zählen. Wovon wir hier reden? Ganz einfach, von den stimmungsvollen Lappland-Krimis der deutschen Autorin Klara Nordin. Richtig gelesen, es gibt tatsächlich hundertprozentige Lappland-Krimis. Autorin und Verlag haben uns freundlicherweise je ein Exemplar der beiden ersten Krimis zur Verfügung gestellt.

Beide Bücher spielen in der Region, in der wir uns regelmäßig herumtreiben: Jokkmokk, Gällivare, Kvikkjokk, Kiruna. Wer dort schon einmal war, der wird unglaublich viele kleine Details und Orte wiedererkennen, die anschaulich in den Krimis untergebracht sind. Die Schönheit der Landschaft wird ebenso thematisiert wie die extremen Jahreszeiten und das Leben der Menschen, insbesondere der sámischen Rentierzüchter. Man bemerkt sofort, dass Klara Nordin Orte und Menschen nicht nur als Touristin auf der Durchreise gesehen hat, sondern diese als Teil ihres Alltags in Nordschweden täglich erlebt.

Ach ja: Und Kriminalgeschichten gibt es ganz „nebenbei“ natürlich auch noch. Und zwar mit jeder Menge Wendungen und falschen Fährten, auf die der Leser gelockt wird. Bezüglich der Handlung wollen wir hier allerdings nicht ins Detail gehen – die Klappentexte bei Amazon verraten genug.

Mein Eindruck (Andrea):

Ich fühlte mich während der gemütlichen Lesestunden ununterbrochen nach Nordschweden versetzt. Ich konnte förmlich die Gerüche der Pflanzen wahrnehmen und sah die Rentiere vor mir, wie sie gemütlich am Straßenrand grasen. Unglaublich viele Orte kamen mir bekannt vor und führten dazu, dass ich mich in den Büchern wie zu Hause fühlte. Besonders „Septemberschuld“ hat es mir angetan – diesen Krimi fand ich besonders spannend.

Alles in allem: Klare Leseempfehlung für Freunde des hohen Nordens!